Wohnen im Zentrum

Der Wohnturm bildet ein zentrales Element am Marktplatz, in dem sich mit Starterwohnungen und betreubarem Wohnen junge Menschen und die ältere Generation mischen.

Gemeindeamt

Das Gemeindeamt öffnet sich für die Bewohnerinnen und Bewohnerinnen von Fließ. So ist z.B. der Sitzungssaal flexibel nutzbar, der Info-Bereich öffnet sich zur Via Claudia und dem Brunnenhaus und das Erdgeschoss wird mit Jugend, Imker- und Obstverein geteilt.

Via Claudia

Der historische Straßenverlauf wird von den Neubauten respektiert und soll seine Bedeutung als eigentliches Ortszentrum beibehalten.

Brunnenhaus

Der überdachte Freibereich erweitert die Via Claudia und vereint eine öffentliche, flexibel nutzbare Zone, den Wartebereich der Bushaltestelle und die Erschließung von Gemeinde, Marktplatz und Arzt.

Marktplatz

Um den neu entstandenen Marktplatz gruppieren sich unterschiedlichste Nutzungen, was zufällige Begegnungen – auch zwischen den Generationen – fördert.

Rätisches Haus

Archäologische Funde werden durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten auf außergewöhnliche Art in das Konzept integriert. So wird selbst die Tiefgarage zur Sehenswürdigkeit.

Ein neues Gemeindezentrum für Fließ

 

Nachdem die Entscheidung im Wettbewerb Rainer Köberl und Daniela Kröss fiel, konnte die Umsetzungsphase beginnen. Mit 26. April 2015 wurde eröffnet!

 

Die neuen Baukörper fügen sich selbstverständlich und selbstbewusst zwischen die bestehenden Gebäude. Mit dem Wohngebäude und seinen Starter- und betreubaren Wohneinheiten zieht wieder Leben in die Dorfmitte. Ältere Menschen nehmen wieder aktiv am Dorfleben teil und können beim Kartenspielen das Treiben am Dorfplatz beobachten. Junge hingegen finden ihre erste Wohnung direkt im Ortszentrum, mitten im Geschehen. Der an den Bautypen der Bauernhäuser angelehnte breite Mittelgang birgt durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als Gemeinschaftsbereich großes Potenzial. 

 

Das mit Lärchenholz verkleidete Gemeindeamt als zentrales Element des Dorfes ist sowohl von der Via Claudia als auch vom neuen Marktplatz aus zugänglich. Es öffnet sich für die Bürger – so kann der Gemeindesaal unabhängig erschlossen und für Veranstaltungen genutzt werden, der Info-Bereich ist großzügig angelegt und im Erdgeschoß wird Platz gemacht für die Fließer Jugend, einen Friseur und auch Imker und Obstverein (Lager). 

 

Dabei wird der Straßenverlauf der historischen Via Claudia, einer der wichtigsten Römerstraßen respektiert. Sie ist das eigentliche Zentrum von Fließ und soll auch weiterhin ihre Bedeutung beibehalten. Eine Verlangsamung des Verkehrs wird durch Pflasterungen, Bäume… angestrebt. Dazu trägt das Brunnenhaus mit seinem markanten Dach wesentlich bei. Die Via Claudia erweitert sich durch das Brunnenhaus mit seiner Bushaltestelle zu einer platzartigen Situation, Beziehungen zwischen Straße und Aufenthaltsraum entstehen. Zusätzlich gibt diese Lösung dem gegenüberliegenden historischen Gasthof „Weißes Kreuz“ Raum und damit Bedeutung. Durch die optische Verbindung von Info-Bereich der Gemeinde mit Bushaltestelle, Weißem Kreuz und Abgang bzw. Zugang zum Marktplatz und zum Arzt entsteht ein Treffpunkt, dessen Herzstück ein aus heimischen Hölzern gefertigter Brunnen ist. Durch die großzügige, überdachte räumliche Lösung dieses Freibereiches bieten sich vielseitige Möglichkeiten für Feste, Konzerte und andere Veranstaltungen. Der Arzt ist durch eine Brücke von diesem Bereich etwas abgetrennter und privater zugänglich.

 

Über eine überdachte Treppe ist der tieferliegende Marktplatz zu erreichen – um ihn gruppieren sich das Wohngebäude, M-Preis, Jugendzentrum, Friseur, Post, Tourismusinfo und Lagerräume von Imker- und Obstverein. Das ermöglicht viele zufällige Begegnungen, auch zwischen unterschiedlichen Generationen. Jeder hat hier seinen Platz, es ist das Zentrum eines lebendigen Ortes mit vielen unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgern. Dazu passt auch das Verkehrskonzept: Der Platz ist für alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig nutzbar, wobei parkende Autos ihren Platz in der darunter liegenden Tiefgarage finden. Dort wird die prägende Vergangenheit ins Zentrum gerückt: im Zuge der Errichtung der neuen Gebäude trat eine sehr alte Zeitschicht zu Tage. Überreste eines rätischen Hauses bilden das Fundament des Ortes. Diese Funde bleiben in der Tiefgarage sichtbar und sind durch natürliches Licht von oben in den Fokus gerückt. Führungen des archäologischen Museums verlaufen mittlerweile auch durch die Tiefgarage des Zentrums.

 

 

Weißes Kreuz

Der bereits sanierte ehemalige Gasthof „Weißes Kreuz“ – jetziges Kulturgasthaus – wird durch die gegenüberliegende Anordnung des Brunnenhauses in das Konzept des Dorfzentrums als wichtiges Gebäude miteinbezogen.

Jugendzentrum

Die Fließer Jugend nutzt den Beteiligungsprozess, um sich ein eigenes Jugendzentrum zu erkämpfen – und ist erfolgreich.

Brunnen

Im Zuge des Beteiligungsprozesses lernen sich die Architekten Rainer Köberl/Daniela Kröss und der Holzexperte Josef Walch kennen und schätzen. Daraus ergibt sich eine enge Zusammenarbeit bei der Auswahl heimischer Hölzer und beim Entwurf eines außergewöhnlichen Brunnens.

Wettbewerb

Der Mut für offene, neue Projekte bleibt bestehen. Die Gewinner des Wettbewerbs zur Aussichtsplattform „Gacher Blick“ – columbosnext mit Paul Giencke – verdanken ihre Einladung Ihrer Teilnahme vorangehenden Wettbewerb zur Dorfkernentwicklung von Fließ.

Selbstbewusstsein

Die Beschäftigung mit Baukultur und Ortskernentwicklung erfolgt nicht nur am Bauplatz, sie wird im ganzen Ort spürbar.

Die Bevölkerung im Zentrum

Für die Eröffnung der Gebäude wurde kurzerhand die Via Claudia für den motorisierten Verkehr gesperrt und mit Bierbänken zum Treffpunkt bei Musik, Speis und Trank umfunktioniert.

Gemeinsam mehr erreichen

 

Im Zuge der Bürgerbeteiligung gab es viele schöne Momente, unerwartete Zusammenarbeit und ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit:

 

Keine Angst vor der Vergangenheit! Im Zuge der Bauarbeiten wurden Reste eines rätischen Hauses gefunden. In guter Zusammenarbeit von allen Beteiligten konnte eine außergewöhnliche Lösung für die archäologische Stätte gefunden werden. Heute führt die Tour des archäologischen Museums in die Tiefgarage des Dorfzentrums.

 

Die Jugend wird aktiv! Im Raumprogramm in den Ausschreibungsunterlagen war keine Rede von einem Jugendzentrum. Im Zuge der Bürgerbeteiligung machten sich die Fließer Jugendlichen für ihr Jugendzentrum stark - und waren erfolgreich! Das Jugendzentrum ist im Erdgeschoss der Gemeinde untergebracht und bildet ein zentrales Element des Marktplatzes. 

 

Spezialisten finden sich! Im Rahmen der Ideenwerkstatt lernten sich die Architekten Rainer Köberl/Daniela Kröss und der Fließer Holzexperte Josef Walch kennen. In der späteren Umsetzung feilten sie gemeinsam am Einsatz heimischer Hölzer. Herr Walch war wesentlich am Bau des Brunnens beteiligt und teilte sein Wissen darüber, welches Holz wofür geeignet ist wo eingesetzt wird. 

 

Keine Berührungsängste mehr! Auch nach dem Wettbewerb wirkt der Mut für offene, neue Projekte nach. Das Architekturbüro columbosnext, das mit ihrem Beitrag nicht gewonnen hatte, wurde von der Bevölkerung trotzdem ins Herz geschlossen. Zusammen mit Landschaftsarchitekt Paul Gienke konnte columbosnext einen nachfolgenden Wettbewerb für eine Aussichtsplattform mit dem „Gachen Blick“ für sich entscheiden.

 

Selbstbewusst für die Baukultur! Die Beschäftigung mit Baukultur und Ortskernentwicklung erfolgt nicht nur am Bauplatz, sie wird im ganzen Ort spürbar.

 

Via Claudia bleibt im Zentrum! Die zentrale Straße eignet sich mit der Erweiterung des Freiraumes durch das Brunnenhaus hervorragend, um sie bei Veranstaltungen flexibel zu nutzen. Ihre Bedeutung als wichtiges Element von Fließ bleibt erhalten. Für die Eröffnung der Gebäude wurde kurzerhand die Via Claudia für den motorisierten Verkehr gesperrt und mit Bierbänken zum Treffpunkt bei Musik, Speis und Trank umfunktioniert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildnachweis 10. Teaser: columbosnext

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